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Montag, 16. Juni 2008 - 18:47 Uhr
Holzfußboden auf Fußbodenheizung

Holz und Holzwerkstoffe sind als Fußbodenbeläge langjährig erprobt und haben sich auch in Verbindung mit Fußbodenheizung bewährt. Um eine optimale Auslegung und Betriebseffizienz der Fußbodenheizung zu gewährleisten und um Schäden am Holzfußboden (egal ob Landhausdielen oder Stabparkett) zu vermeiden, sollten bei der Planung und Ausführung die besonderen Eigenschaften des natürlichen Baustoffs Holz berücksichtigt werden.

Holz ist hygroskopisch: es nimmt Feuchte aus der Luft auf oder gibt sie ab. Mit dem Feuchtigkeitsausgleich ergeben sich Dimensionsänderungen, d.h. es entstehen Fugen. Dabei unterscheiden sich die Holzarten voneinander.

Holzarten wie Buche, Ahorn, Esche und Robinie verhalten sich bei Feuchtigkeitswechsel eher problematisch und sollten als Massivdielen/Landhausdielen oder Massivparkett/Stabparkett nicht auf Fußbodenheizung eingesetzt werden. Ein günstiges Verhalten zeigt als einheimisches Holz die Eiche und wird deswegen gerne als Massivdiele/Landhausdiele oder Parkettstab auf Flächenheizungen verlegt. Ebenfalls unproblematisch sind ausländische Hölzer wie Amerikanische Walnuß und die Hölzer aus tropischen Wachstumsgebieten.

Prinzipiell wirken sich kleinere Einzelelemente der Parkettstäbe und schmalere Massivdielen/Landhausdielen immer günstiger auf die Fugenbildung aus als größere und breitere Elemente.

Besonders geeignet als Massivdiele auf FB-Heizung sind geräucherte und thermisch-behandelte Hölzer (Thermoholz) und Massivdielen/Landhausdielen, die mit einem Glasfaserstab auf der Dielenunterseite besonders stabilisiert sind.

Besteht der Wunsch nach einem Fußboden auf FB-Heizung in einer Holzart die den eher problematischen Holzarten zugerechnet wird, so ist die Verlegung von Mehrschichtparkett empfehlenswert, weil sich hier Formveränderungen kaum auswirken. Mehrschichtparkett gibt es in den meisten Holzarten und in den verschiedensten Dimensionen. Als Landhausdiele erscheint es in gleicher Optik wie die Massivdiele, aber auch Einzelparkettstäbe oder zusammengesetzte Elemente werden angeboten.

Bei der Planung des Holzfußbodens auf FB-Heizung ist weiterhin zu beachten, dass die Wärmeabgabe der Heizung an den Raum durch den Holzbelag nicht unzulässig eingeschränkt wird.
Der Wärmedurchlasswiderstand oberhalb der Heizebene darf nicht größer sein als 0.15m²K/W, das entspricht bei den meisten Holzarten einer maximalen Stärke von 22mm. Für ein besseres Heizverhalten sollte jedoch eher eine Massivdiele/Landhausdiele oder Massivparkett mit einer Stärke von 16mm, maximal 21mm und Mehrschichtparkett mit einer Stärke von 10-15mm verlegt werden.

Um Schäden am Holzfußboden zu vermeiden, sollte eine Fußbodenheizung gewählt werden, deren Oberflächentemperatur 29°C auch in den Randbereichen z.B. unter Fensterbändern nicht überschreitet.

Beim Betrieb der FB-Heizung ist ein gleichmäßiges Fahren der Heizung günstiger als ein ständiger Wechsel der Raumtemperaturen. Die Luftfeuchtigkeit in den betreffenden Räumen sollte bei 50%±5% liegen und gegebenenfalls durch den Einsatz eines Luftbefeuchters konstant gehalten werden. Vor der Verlegung ist darauf zu achten, dass das sogenannte Belegreifheizen ordnungsgemäß erfolgt ist.

Während der Verlegung des Holzfußbodens und bis 7 Tage nach der letzten Oberflächenbehandlung sollte die Oberflächentemperatur des Heizestrichs bei 18°C und die Luftfeuchte bei 50% liegen.

Die Verlegung von Massivdiele, Stabparkett und Mehrschichtparkett sollte vollflächig verklebt erfolgen, es sind nur schubfeste und dauertemperaturbeständige Kleber zu verwenden.

Massivdielen und Massivparkett auf Fußbodenheizung sollten wegen der seitlichen Verleimungsgefahr nicht bauseits (nach dem Einbau) lackiert werden, generell sind werkseits vorgefertigte Öl/Wachs-Oberflächen, bei Mehrschichtparkett auch werkseits vorgefertigte Lackoberflächen empfehlenswert.

Bei der Nutzung von Räumen mit Holzfußboden auf Flächenheizung sollten ein Wärmestau durch das Aufstellen von unten geschlossenen Möbeln und Auflegen von zusätzlichen Teppichen vermieden werden. Bei Teppichen ist besonders darauf zu achten, das sie keine gummierte Unterseite haben und vom Hersteller als fußbodenheizungsgeeignet ausgewiesen sind.

Sollten Sie weitere Informationen benötigen, freuen wir uns, Sie gerne ausführlich und umfassend zu beraten.

Montag, 16. Juni 2008 - 18:40 Uhr
Fußbodenöle

Bereits in der Vergangenheit wurden Holzfußböden mit Ölen behandelt. Das Holz sollte durch diese Behandlung vor eindringender Feuchtigkeit und Nässe geschützt werden. Durch die Behinderung des Wassers am Eindringen konnte auch eine Dunkelverfärbung infolge des Eindringens von im Wasser feinverteilten Schmutzpartikeln wirkungsvoll verhindert werden. Die abschließende Behandlung eines geölten Bodens mit einem (Bohner-) Wachs erzielte dabei noch eine zusätzliche Schutzfunktion hinsichtlich der Imprägnierung und diente gleichzeitig als Schmutzfänger für feinere Staubpartikel.

Von Zeit zu Zeit war es deshalb zusätzlich zum laufenden Nachwachsen notwendig, den Wachsfilm komplett zu entfernen, stark “ausgelaugte” Bereiche nachzuölen und den Boden danach erneut einzuwachsen. Diese Grundreinigung erfolgte mit Hilfe von Stahlwolle, mit deren Hilfe die Wachsschicht von Hand abgekratzt wurde. Nach jedem erneuten Wachsauftrag wurde die Wachsschicht mit Hilfe von Blockern aufpoliert. Zieht man diese Arbeitsmethoden in Betracht, so kann man sich unschwer vorstellen, wie mühsam und aufwendig diese Arbeiten waren.

Bei diesem Pflegeaufwand war es letztlich kein Wunder, daß das Öl immer stärker durch den Lack verdrängt wurde. Eine lackierter Boden bot schließlich eine glatte, geschlossene Oberfläche, die, solange sie intakt war, einen ungleich besseren Schutz vor eindringender Feuchtigkeit bot. Gleichzeitig konnte der Boden sehr leicht gereinigt werden: Trockene Reinigung mit Besen, Staubsauger und Mop sind in den meisten Fällen ausreichend. Für festhaftende Verschmutzungen reicht in der Regel nebelfeuchtes Wischen mit einem guten Allzweckreiniger. Die bisherige Wachspflege wurde durch Polymerdispersionen ersetzt, die einen harten Film auf dem Lack bildeten und nicht mehr poliert werden mußten (und mit herkömmlichen Mitteln auch nicht konnten).

Trotz allem erlebt die Ölbehandlung von Holzfußböden zur Zeit eine Renaissance, denn auch die Behandlung des Holzes mit Lacken birgt einige prinzipbedingte Nachteile: So wird die schöne matte Optik eines geölten Bodens erst nach massivem Einsatz von Mattierungsmitteln erreicht. Problematischer dürfte jedoch die Tatsache sein, daß ein lackierter Boden nicht partiell renoviert werden kann. Ist die Lackschicht erst einmal beschädigt, so muß der Lack komplett abgeschliffen und ersetzt werden. Ein geölter Boden kann dagegen partiell ausgebessert werden.

Zur Zeit ist ein gewisser Trend festzustellen, wonach sich beide Behandlungsmethoden - Lackieren und Ölen - aufeinander zubewegen. Lacke werden derart matt eingestellt, daß die Optik auf den ersten Blick der eines geölten Bodens gleicht. Andererseits werden Öle chemisch so modifiziert, daß sie wie ein Lack schneller trocknen und harte, widerstandsfähige Schichten bilden.

Donnerstag, 5. Juni 2008 - 16:44 Uhr
Brillux Parkett- Versiegelung 344 2,5Ltr.

Brillux Parkett- Versiegelung 344 - Eigenschaften
Wasserverdünnbare, einkomponentige Versiegelung auf PU-Acryl-Basis. Farblos, seidenmatt, sehr abriebfest und besonders strapazierfähig. Darüber hinaus beständig gegen milde Haushaltsreiniger, vergilbungsresistent sowie leicht zu verarbeiten. Der natürliche Farbton des Holzes wird betont (kein Grauschleier).

Brillux Parkett- Versiegelung 344 - Anwendungsbereich
Für widerstandsfähige, farblose Versiegelungen auf neuen und bereits beschichteten Parkettfußböden, Dielen, Holzfußböden u. Ä. im Wohnbereich.

0100 farblos

Verbrauch: Ca. 90 - 120 ml/m² je Anstrich. Genaue Verbrauchsmengen durch Probeauftrag am Objekt ermitteln.

Trocknung: (+20 °C, 65 % r. F.):
Bei Erstanstrich auf unbehandelten Holzflächen nach ca. 1 - 2 Stunden überarbeitbar. Zwischen- und Schlussanstrich frühestens nach 8 Stunden überarbeit- bzw. begehbar. Voll belastbar nach Durchtrocknung (ca. 8 Tagen). Teppiche nicht vor Ablauf einer Woche auflegen. Bei niedrigerer Temperatur und/ oder höherer Luftfeuchtigkeit längere Trocknungszeit berücksichtigen.

Dienstag, 3. Juni 2008 - 18:12 Uhr
NEU! Weblog Funktion bei holz-wolle

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